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„Wir erfreuen uns bester Gesundheit“

Januar 2002
Seit Jahren schwimmen wir beide auf den Wogen einer glücklichen Liebe, Gesundheit, körperlicher Robustheit und sportlicher Erfolge, ein harmonischer Dreiklang, der sich offenbar gegenseitig befruchtet. Gelegentliche Anflüge von grippalen Infekten vertrieb Jutta meist recht schnell mit Hilfe der Homöopathie. Schön wäre es, wenn es in den nächsten Monaten und auf unserer großen Reise so bliebe. Aber wir müssen natürlich mit Krisen rechnen, die wir hoffentlich überstehen werden. Wenn es um die naheliegende Frage geht, ob es zu verantworten ist, dem Körper in diesem Alter die Belastungen des Hochleistungssportes zuzumuten, haben wir uns schon in der Vergangenheit nicht allein auf unser Körpergefühl verlassen. In Abständen haben wir uns sportmedizinischen Gesundheitschecks unterzogen, die Ergebnisse waren stets positiv.
     Vor Antritt der Reise werden wir uns nochmals gründlich untersuchen lassen. Wir haben dafür den Sportarzt Dr. Ludwig Geiger vom Institut für Sport- und Präventivmedizin. Zusätzlich konsultieren wir den mit uns befreundeten Sportarzt Dr. Wolfgang Englisch aus Feldafing. Von unserer Reise wollen wir in Abständen sportmedizinische relevante Daten, Werte und Befindlichkeitsberichte schicken und hierzu eine sportmedizinische Aussage und Kommentierung erbitten.


 

Der Gesundheitscheck im sportmedizinischen Institut ergab ein sehr positives Bild über den Gesundheitszustand von Jutta und Gerhard.


Egal ob auf dem Laufband oder auf dem Fahrrad, die beiden sind topfit!


Gerhard auf dem Laufband



Jutta auf dem Fahrrad

     
Januar 2007
Fünf Jahre sind vergangen seit der Planung unserer Weltreise. Nun sind aus den 128-on-tour-Jahren unseres Logos 138 geworden.


Unsere Gesundheit auf der Tour, ein Rückblick
Für alle, die unsere Berichte oder unser Buch gelesen haben, ist es nicht neu, dass wir topfit mit geradezu aufreizender physischer Stärke am Ende unserer Tour zu Hause angekommen sind. Gefährdungen unserer Gesundheit hatten wir ausschließlich im ersten Teil in Zentralasien zu überstehen. War es der Übergang von den noch kalten Wochen zuvor, als uns in Turkmenistan urplötzlich glühende Hitze überfiel? Dazu kamen Durchfall-Erkrankungen, die uns bis Almaty in Kasachstan zusetzten. Dort gipfelte die körperliche Schwächung bei Jutta in der Hepatitis-A-Erkrankung. Wir mussten einige Wochen um ihre Gesundheit bangen, was schließlich zur Unterbrechung der Reise führte.
Der zweite Teil ab 1. Januar 2003 mit der Fortsetzung in Hanoi entwickelte sich dagegen im Rückblick zum Höhenflug. Lange Tagesetappen, schwül-heiße Wochen in Asien, zermürbende Gegenwinde in der Nullarbor-Wüste Australiens, Zähigkeit erfordernde Passanstiege und die Jahrhunderthitze in den Schlusswochen in Marokko und Spanien trieben uns zwar nicht selten in die körperliche Erschöpfung, wir regenerierten jedoch zu unserer eigenen Überraschung sehr schnell. Dabei hatten wir die mahnenden Fingerzeige unseres befreundeten Arztes nicht ignoriert. In den Malaria-Zonen Vietnams und Kambodschas waren wir stets rechtzeitig vor Dunkelheit unter Dach. Ich denke da vor allem an die brackige Brühe beidseits der Staubstraße in Kambodscha. Dabei hatte die von der Neuzeit unbefleckte Steinzeit-Idylle mit den bescheidenen Bambushütten und den neugierig-überraschten, einnehmende Herzlichkeit ausstrahlenden Frauen, Kindern und Alten zum Verweilen eingeladen.
Wie haben wir uns mit Essen und Trinken versorgt?, werden wir oft gefragt. Wir erlebten keinen Notfall, keinen Hungerast oder gefährliche Dehydrierung. Die wachsende Erfahrung und das eigene Körpergefühl haben uns da geholfen. Mineralwasser oder Trinkwasser in Flaschen konnten wir in allen Ländern meist an der Straße kaufen. Wir haben uns auch immer dann reichlich mit Vorrat eingedeckt, wenn lange Durststrecken zu überwinden waren. Da hat schon mal jeder von uns fünf große Wasserflaschen auf dem Rad gebunkert. Häufig konnten wir Obst und Suppen am Straßenrand kaufen. Geradezu ideal ist es in Südostasien mit köstlich schmeckenden, vollreifen Früchten und Nudelsuppen zur Deckung des Salzbedarfes.


Was kam danach?

Im Nachwort zu unserem Buch berichte ich vom erfolgreichen Wiedereinstieg in den Leistungssport und sportlichen Erfolgen. Vielversprechend hatte ich mich auf den Ironman Hawaii vorbereitet, noch einmal mit 75 Jahren. Es sollte mein sportlicher Höhepunkt werden. Es war mir nicht vergönnt. Zwei Mal nahm ich Anlauf, den Mammut-Wettbewerb auf Hawaii zu bestehen, doch zwei Mal zwang mich ein Radsturz zur vorzeitigen Aufgabe. Ausführlich habe ich diese für mich tragischen Ereignisse in den Berichten 42 und 43 beschrieben.

Wie steht es im beginnenden Jahr 2007 mit unserer Gesundheit?
Noch immer leide ich unter den Nachwirkungen meiner Unfälle, zeitweise Kopfschmerzen, vorzeitige Ermüdung und nach einer weiteren Augen-OP eine bleibende Sehbehinderung am rechten Auge. Meine Wettkampf-Aktivitäten habe ich reduziert. Ich muss mich nach 78 Lebensjahren nicht mehr selbst beweisen. Mein Ausdauersport soll meiner Gesundheit dienen, Wettkampfziele treten da in den Hintergrund. Vielleicht, so Gott will, mit 80 noch einen Marathon und einen Triathlon und Skilanglauf.

Und meine Jutta? Sie ist inzwischen schneller als ich im Schwimmen und Laufen. Ich habe das sehr viel früher erwartet. Sie ist putzmunter. Als sportliches Highlight hat sie sich die Triathlon-Weltmeisterschaft im Herbst vorgenommen. Sehr besorgt ist meine Frau um meine Gesundheit. Sie bietet all ihre medizinischen Kenntnisse auf, um mir zu helfen. Auf die Ärzte, die ich wohl oder übel ab und zu aufsuchen muss, wollen wir uns nicht verlassen. Wir lassen uns die Zuversicht nicht nehmen. In einigen Wochen wollen wir die Rennräder gegen unsere robusten Tourenräder tauschen und zu einer Radtour durch Deutschland aufbrechen.

März 2002
Bericht zur Gesundheit von unterwegs

Dezember 2002
Die ärztliche Meinung von Dr. Wolfgang Englisch zum 2. Teil der Erdumrundung